Sichtbare Verletzungen? – Wunden verbinden

Die Hauptfrage bei Verletzungen lautet: Gibt es Wunden? Sie gehen gleich mit drei Gefahren einher: Schmerzen, Blutverlust und Infektionen.

Wichtig bei Wunden: Handschuhe tragen, um sich selbst zu schützen. Danach einen Verband aus keimfreiem, geeignetem Material anlegen.
Bei stark blutenden Wunden wird der verletzte Arm bzw. das verletzte Bein hochgehalten und die zuführende Arterie nach Möglichkeit abgedrückt. Dann legen Sie einen Druckverband an.

Der Betroffene hat blasse, kalte Haut, Schwindel, Übelkeit und einen langsamen oder auch sehr schnellen Puls? Möglicherweise steht er unter Schock. Wenn keine Probleme in der Brust festzustellen sind und auch keine schweren sonstigen Verletzungen, sollte der Betroffene flach gelagert und die Beine leicht angehoben werden.

Fremdkörper in Wunden sollten – wenn möglich – vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Bei größeren und festsitzenden Fremdkörpern kann der Verband mit einer Polsterung, die den Druck auf den Fremdkörper vermindert, darüber angelegt werden.

Die zweite wichtige Frage bei Verletzungen lautet: Hat der Betroffene Schwellungen und Schmerzen an Muskeln, Knochen oder Gelenken? Denn wenn dies der Fall ist, müssen die entsprechenden Körperstellen möglichst ruhig gehalten und mit einem Eispack gekühlt werden.

Und wie immer: Das „Paket“ sollte man dabei haben. Also wiederholt die lebenswichtigen Funktionen kontrollieren, den Notruf nicht vergessen, die Eigenwärme des Verletzten erhalten und – ebenso wichtig – mit diesem sprechen und ihn psychisch betreuen.

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